Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat die Industrie in Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, mehr Geld in die Digitalisierung zu investieren. „Um zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern ist es wichtig, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zu erhöhen“, sagte Glawe am Donnerstag in Wismar bei der 7. Technologie- und Industriepolitischen Konferenz des Automobilzulieferer-Netzwerks Automotive MV. In dem Bereich sind den Angaben zufolge landesweit rund 100 vor allem kleine und mittlere Unternehmen tätig.

Die Tendenz bei den Investitionen in Digitalisierung weise bereits nach oben, sagte Glawe. Wurden im Jahr 2015 noch 83 Projekte mit einem Gesamtzuschuss von 21,6 Millionen Euro gefördert, seien es im darauffolgenden Jahr 99 Projekte mit einem Zuschuss von 32,2 Millionen Euro gewesen. In diesem Jahr seien bisher 53 Projekte Vorhaben mit 28,3 Millionen Euro unterstützt worden. Dabei handele es sich beispielsweise um innovative Lenksysteme im Fahrzeugbau, Lebensmittelverarbeitungsmaschinen und Medizintechnik. Weitere Anstrengungen seien aber nötig. Die Tagung des Netzwerks Automotive MV stand unter dem Motto „Digitalisierung als Motor für Wertschöpfung und Beschäftigung in der Zulieferindustrie“.

Bei der Digitalisierung gehe es um die Vernetzung technischer Systeme von Unternehmen mit Zulieferern und Kunden, erläuterte Glawe. Die Produktion in Unternehmen werde sich dadurch nachhaltig verändern. Auch auf die Mitarbeiter kämen neue Anforderungen zu. „Die digital vernetzte Arbeitswelt erfordert künftig komplexere und zunehmend wissensbasierte Tätigkeiten“, sagte Glawe. Sein Ministerium unterstütze Qualifizierungsmaßnahmen finanziell.

dpa